Wirkung durch Persönlichkeit, Text und Stimme: Hörgenuss on air
- vor 5 Tagen
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Mitreißende Stimme und Text, der ankommt
Hier die Zusammenfassung:
Tim Krohn, Du bist Redakteur und Du moderierst. Erzähle doch mal, was Du machst!
Tim ist verantwortlich für viele Sendungen bei NDR info, und moderiert “nebenbei”. Außerdem war er auch schon Auslands-Korrespondent, zB. in Stockholm. Außerdem gibt er Moderationstrainings.
Jetzt habt Ihr Tims Stimme gehört und bestimmt wiedererkannt. Tim, wie bist Du zu dieser Stimme gekommen?
Die hatte er einfach, sie muss wohl vererbt sein. Er hat allerdings schon als Kind oft und gern anderen vorgelesen. Und beides war ein Startvorteil für ihn in seiner Arbeit, Sprechtraining brauchte er nicht.
Wie bereitest Du eine Sendung vor?
Vor einer Moderationsstrecke muss er immer alle News/ Themenvorschläge lesen und vor Allem umschreiben, Umschreiben auf “Sprechsprache”. Schriftsprache ist anders als Sprechsprache. Damit die Leute am Radio alles gut nachvollziehen können, muss Sprechsprache her!
Ein tolles Beispiel ist im Youtube-Interview zu hören!
Und auf jeden Fall muss der Stil des Gesprochenen der Persönlichkeit entsprechen.
Da kommen persönlicher Stil und vorbereitete Inhalte zusammen.
Wie kommt es eigentlich, dass sich Sprecher:innen verhaspeln? Die sind doch gut vorbereitet!
Das ist Konzentrationssache. Aber oft ist es eben die der eigene Text. Wenn man zB. eine Agenturmeldung nicht umformuliert, dann ist es zwar sehr korrekt, aber eben auch sehr verschachtelt. Und dann verheddert man sich!
Also: Vertrauen ins eigene Mundwerk!
Tim Krohn schreibt seine Texte auf Papier, ziemlich genau so, wie er sie spricht. Er mag es, Papier in der Hand zu haben, sich z.B. im Interview Notizen zu machen.
Im eignen Stil sprechen zu können und das Skript in der Hand – das gibt Sicherheit. Und es macht einzigartig.
Grund genug, an diesen Skills zu arbeiten!
Was geschieht, wenn Du etwas ganz Aktuelles, Unvorbereitetes sprechen musst?
Dann muss alles sitzen: schnelle Markierung, Zutrauen ins eigene Sprechvermögen und: Verben einsetzen! Die machen sperrige Texte leichter sprechbar und leichter nachvollziehbar!
Du hast schon Tipps gegeben. Hast Du noch mehr dazu, wie Du Texte leicht sprechbar formulierst?
Markiere alle wichtigen Aspekte mit Textmarker! Male Pfeile, Symbole, ….
Zutrauen ins eigene Sprechvermögen, kleine Stimm-WarmUps
Verben einsetzen
Kurze Sätze
Texte laut lesen/ vorlesen
Sich vorstellen, den Text jemandem zu “verkaufen”
Sich beim Sprechen EINE Person vorstellen – nie vergesen, mit wem man da gerade kommuniziert
Verstanden werden wollen!
Und, Tim, an wen denkst Du, wenn Du moderierst?
Das ist keine einzelne Figur. Aber was hilft ist schon, sich ein Foto aufzustellen und das anzusprechen.
Außerdem hilft es, sich den Raum einzurichten, in dem man spricht. “Es ist Euer Raum”. Das gibt Sicherheit.
Vorbereitet sein – Fahrplan/ Skript haben – sich einrichten:
dann kann man souverän auch mit Pannen umgehen.
Andere brauchen ein Stimm- WarmUp, was empfiehlst Du in Deinen Workshops?
Massage
“professionelles Zunge rausstrecken”
Viel trinken
Sprechtechnik voranbringen – in den Stil einbauen
Wann hört man Dich?
Nicht regelmäßig, aber bestimmt einmal in der Woche! Einfach einschalten.
Wann redest Du am liebsten?
Tim Krohn muss wach sein, bei sich selbst sein, sich wohlfühlen und Interesse haben - dann hat er richtig Lust zu sprechen!
Ergänzend dazu der Blogartikel: Resonanz erzeugen: Wie Stimme und Text wirklich ankommen


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