Ein “Küchenzuruf” aus dem Radiostudio
- vor 2 Tagen
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Klartext reden und Orientierung geben - ein Interview mit der Chefredakteurin Kristina Tesch

Wie bringt man komplexe Themen so auf den Punkt, dass die Botschaft sofort ankommt? Ich habe für diesen Newsletter mit Kristina Tesch, Chefredakteurin des Evangelischen Presseverbands Norddeutschland (EPN) und leidenschaftliche Radiomacherin, über klare Kommunikation, Führung und das Potenzial der Stimme gesprochen.
Ulrike: Als Chefredakteurin navigierst du Menschen durch komplexe Themen. Du wirkst wie ein Leuchtturm und Anker. Bist du ein Nordlicht?
Kristina Tesch: Ich liebe Hamburg und das maritime Ambiente! Als Radio-Mensch sauge ich die Geräusche der Stadt wie ein Schwamm auf. Zum Sprechen kam ich über mein Theologiestudium und jahrelange Jugendarbeit. Radio ist meine Leidenschaft, weil es Menschen über das Hören in Bilder bringt.
Ulrike: Im Alltag musst du Komplexes schnell verständlich machen. Wie schaffst du den perfekten „Earcatcher“?
Kristina Tesch: Im Radio gilt: kurze, prägnante Sätze statt langes Gelaber! Wir nutzen die Technik des „Küchenzurufs“ – die Kernbotschaft muss so klar sein, dass man sie jemandem im Nebenraum zurufen könnte. Ich will keine Vorträge halten, sondern praktische, alltagstaugliche Information und Tipps teilen. Dabei stelle ich mir beim Sprechen immer konkret meine Zielgruppe vor und verzichte konsequent auf Fachbegriffe.
Ulrike: Du leitest ein 16-köpfiges Team und hast viele Aufgaben. Wie behältst du den roten Faden?
Kristina Tesch: Mein Führungsstil setzt auf die Stärken und Interessen des Teams. Ich sehe mich als Unterstützerin und Kollegin. Manchmal fühle ich mich wie ein Oktopus mit acht Armen, das ist großartig! Und natürlich: klare Anweisungen und konstruktive Kritik helfen uns allen (auch mir!), die Orientierung zu behalten.
Ulrike: Deine Stimme hat unheimlich viel Energie. Welche Tipps hast du für unsere Leserinnen und Leser?
Kristina Tesch: Du nennst es “Situationsauthentizität” – das ist gut! Egal, wie ich im Studio ankomme, ich bringe mich in die passende Sprech-Einstellung, und habe eine konkrete Ansprech-Person vor Augen.
Ich mache mich auch bewusst immer wieder mit der eigenen Stimme vertraut. Mein Tipp: Regelmäßig laut vorlesen – zum Beispiel Kindern – und sich wirklich hinsetzen, um jemandem seine Stimme ganz präsent zu schenken.
Ulrike: Und wann sprichst Du am liebsten?
Kristina Tesch: Am liebsten spreche ich, wenn ich meine eigene Sendung produziere – da ist die Verbindung zu den Hörerinnen und Hörern am größten, und das genieße ich!
Das vollständige Interview und weitere Einblicke in Kristinas Arbeit findest Du auf YouTube!




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